Artenagentur-SH

Spenderflächenkataster

Spenderflächenkataster zur Gewinnung von gebietsheimischem Grünland-Saatgut in Schleswig-Holstein

Ein wichtiger Schritt zur Umsetzung der Nationalen Strategie zur Biologischen Vielfalt ist die Wahrung der genetischen Vielfalt auf Art, Unterart- und Ökotypenebene. Nach der Novellierung des Bundesnaturschutzgesetzes 2009 dürfen keine gebietsfremden Pflanzenarten verwendet werden, wenn eine Gefährdung von Ökosystemen, Arten und Biotopen nicht auszuschließen ist (BNatSchG § 40 (4)). Extensive Grün- und Offenlandbiotope nehmen dabei in den Kulturlandschaften Deutschlands und Mitteleuropas aufgrund ihrer Artenvielfalt eine besondere Stellung ein. 

Ab dem März 2020 ist in der freien Landschaft nur noch das Ausbringen von gebietsheimischen Gehölzen und Saatgut innerhalb ihrer Vorkommensgebiete erlaubt. Die Ausbringung gebietsfremder Arten bedarf der Genemigung der Unteren Naturschutzbehörde.

Dies trägt gerade bei Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen und bei der Renaturierung degradierter Lebensräume wesentlich zu einer nachhaltigen Entwicklung bei und erfüllt die Konvention zum Erhalt der Biologischen Vielfalt mit Leben.

Ein wichtiger Baustein bei der Umsetzung dieser naturschutzfachlichen Ziele ist die Erstellung eines Spenderflächenkatasters, um neben sogenanntem Regiosaatgut auch auf naturraumtreues Mahdgut zurückgreifen zu können. 

Die Artenagentur Schleswig-Holstein hat die Aufgabe übernommen, gemeinsam mit dem Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) ein Kataster der Bestände und Flächen zu erstellen, die für eine Beerntung von Einzelarten und Vegetationstypen in Frage kommen.

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